Springer-Autor Alexander Thiele im Porträt
Dr. Alexander Thiele wurde 1979 in Uelzen geboren und studierte von 1999-2004 Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität in Göttingen. Das Erste Juristische Staatsexamen absolvierte er im Juni 2004.
Von September 2004 – August 2006 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Allgemeine Staatslehre und Politische Wissenschaften der Universität Göttingen (Lehrstuhl Prof. Dr. Dr. h.c. Werner Heun). Im Jahre 2006 erfolgte die Promotion an der Universität Göttingen mit der Dissertation „Individualrechtsschutz vor dem Europäischen Gerichtshof durch die Nichtigkeitsklage“.
Von 2006-2008 war Alexander Thiele Rechtsreferendar beim Hanseatischen Oberlandesgericht, mit Stationen unter anderem bei der Hamburger Senatskanzlei (Abteilung für europarechtliche Grundsatzfragen), bei der Anwaltssozietät TaylorWessing sowie der Europäischen Kommission in Brüssel (Abteilung Fusionskontrolle). Seit Oktober 2007 ist er zudem Lehrbeauftragter der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg für das Fach Europarecht und seit 2009 Lehrbeauftragter der Universität des Saarlandes. Gegenwärtig ist Alexander Thiele Akademischer Rat a.Z. und arbeitet seit 2009 am Institut für Allgemeine Staatslehre und Politische Wissenschaften an der Universität Göttingen (www.staatslehre-goettingen.de) an seiner Habilitation mit einer Arbeit zur Finanzaufsicht.
SpringerRecht hat Alexander Thiele zu seinen Erwartungen an einen Verlag im rechtswissenschaftlichen Bereich befragt:
SpringerRecht:
Warum publizieren Sie?
Alexander Thiele:
Als Assistent an der Universität, sehe ich es als meine Aufgabe an, an wissenschaftlichen Diskursen im Wege der Veröffentlichung zu partizipieren.
SpringerRecht:
Nach welchen Kriterien wählen Sie einen ganz bestimmten Verlag?
Alexander Thiele:
Neben seinem (wissenschaftlichen) Bekanntheitsgrad. Gerade als Assistent ist man freilich nicht immer in der Lage, Verlage tatsächlich auszuwählen.
SpringerRecht:
Sehen Sie Verlage als notwendiges Übel? Wenn ja, warum? Wenn nein, welchen Nutzen haben Sie von einer Kooperation mit einem Verlag?
Alexander Thiele:
Verlage sind notwendig, aber nicht als Übel, sondern als Kooperationspartner. Als Assistent habe ich schlicht nicht die Möglichkeit und nicht die Zeit, mich um die notwendige Verbreitung meiner Texte zu kümmern. Das kann und soll daher der Verlag übernehmen.
SpringerRecht:
Erwarten Sie sich finanzielle Vorteile von einer Kooperation mit einem juristischen Verlag?
Alexander Thiele:
Nein, publizieren des Geldes wegen, erscheint mir nicht angebracht. Eine gewisse Aufwandsentschädigung kann freilich durchaus berechtigt sein.
SpringerRecht:
Warum publizieren Sie gerade bei SpringerWienNewYork?
Alexander Thiele:
Er ist bekannt und durch seine Professionalität ausgewiesen.
SpringerRecht:
Welche Dienstleistungen erwarten Sie sich konkret von SpringerWienNewYork und seinen Mitarbeitern?
Alexander Thiele:
Angenehme Kooperation im Sinne der Frage 3.
SpringerRecht:
Sind Sie über die Vertriebs- und Marketingaktivitäten von SpringerWienNewYork informiert? Spielt Marketing für Ihre Publikation eine bedeutende Rolle?
Alexander Thiele:
Die konkreten Marketingaktivitäten sind mir nicht bekannt. Zwar ist das Marketing stets wichtig, doch muss ich mich als Autor da auf das Know-How des Verlages verlassen.
SpringerRecht:
Welche Produkte und Dienstleistungen fehlen Ihnen im Angebot der juristischen Verlage?
Alexander Thiele:
Da bin ich im Augenblick überfragt.
SpringerRecht:
Welche Produkte bzw Dienstleistungen auf Verlagsebene finden Sie besonders innovativ und vielversprechend für die Zukunft?
Alexander Thiele:
Ich bin gespannt, wie die Online-Veröffentlichungsmöglichkeiten sich entwickeln werden. Dadurch besteht die Möglichkeit schnell zu aktuellen Entwicklungen Stellung zu nehmen.
SpringerRecht:
Wie beurteilen Sie das Projekt springerrecht.at / das Expertenforum? Würden Sie das Expertenforum nutzen, um zu aktuellen Themen ihre Fachmeinung abzugeben bzw zu diskutieren? Warum ja? Warum nein?
Alexander Thiele:
Dieses Forum halte ich für eine wunderbare Chance, gerade für jüngere Autoren zu aktuellen Problemen Stellung zu nehmen. Ich habe es daher bereits für eine Veröffentlichung genutzt und werde diese, sofern es sich anbietet, auch wieder tun.
SpringerRecht:
Wie stehen Sie zu e-books? Soll es künftig noch Print-Ausgaben juristischer Literatur geben oder kann die Wissenschaft und Praxis auf das Print-Exemplar verzichten, wenn es die gesamte juristische Literatur im ebook-format auf einem e-book-reader gäbe?
Alexander Thiele:
Das Print-Exemplar bleibt wichtig. Ein Verzicht kommt daher aus meiner Perspektive nicht in Betracht. Das Internet bietet Vorteile, kann und soll aber den Büchermarkt nicht ersetzen.
SpringerRecht:
Würden Sie einen e-book-reader für berufliche Zwecke (Handbücher, Gesetze, Kommentare im ebook-format) wünschen? Wäre das hilfreich?
Alexander Thiele:
Das kommt stets auf das jeweilige Themengebiet an. Bei besonders aktuellen Fragen, kann dies sehr hilfreich sein. Ansonsten würde ich aber wahrscheinlich weiterhin lieber auf die Druckausgabe zurückgreifen.
SpringerRecht:
Wie beurteilen Sie „Open Access“: Unterstützen Sie die Idee des freien Zugangs zu rechtswissenschaftlicher Literatur und anderen juristischen Materialien im Internet?
Alexander Thiele:
Unbedingt. Open Access bietet die Möglichkeit, seine Texte größtmöglich zu verbreiten. Was will man mehr als Autor?
SpringerRecht:
Vielen Dank für das Interview!
Lesen Sie den Beitrag von Dr. Alexander Thiele im Expertenforum.

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